21.06.2009 Ausstellungseröffnung: Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Stiftung Neue Synagoge Berlin –Centrum Judaicum
Einführung:
Prof. Dr. Hans Joachim Teichler, Universität Potsdam/AB Zeitgeschichte des Sports

Die Premiere der Ausstellung „Vergessene Rekorde – Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933“ wurde im Centrum Judaicum in Berlin gefeiert. Die rund 100 geladenen Gäste aus der Sportstadt Berlin erhielten erstmalig in dieser Form den Einblick in die konzentrierte
Lebensgeschichte der jüdischen Leichtathletinnen Gretel Bergmann, Lilli Henoch und Martha Jacob. Erweitert mit der Originalhochsprunganlage der Olympischen Sommerspiele 1936 und weiteren Sportobjekten aus jener Zeit fanden die Vergessenen Rekorde im großen Repräsentantensaal des Centrum Judaicum einen würdigen Rahmen. Sein Direktor Dr. Hermann Simon wünschte der Ausstellung viele Besucher in seinem Hause: „Diese Ausstellung zeigt mit welcher Rücksichtslosigkeit und Brutalität erfolgreiche jüdische Sportler über Nacht ausgeschlossen wurden. Die Leichtathletik-WM ist eine guter Anlass das Leben jüdischer Sportler ins Gedächtnis zu rufen.“ Der Leiter des Potsdamer Arbeitsbereiches Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam, Hans Joachim Teichler, wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass diese Ausstellung zeigen will, welche besonderen Bindungskräfte und Integrationsmöglichkeiten der Sport damals bot – und wie schnell er zum Propagandainstrument der Nationalsozialisten wurde. „Mit der nun eröffnenden Ausstellung wollen wir die Erinnerungskultur im Sport vorantreiben.“ Die „Vergessenen Rekorde gastierten bis einschließlich dem 23. August 2009 in Berlin und begrüßten cirka 5000 Besucherinnen in dieser Zeit.

Veranstalter: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Universität Potsdam/Zeitgeschichte des Sports, Zentrum deutsche Sportgeschichte
Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

 

Plakat Vergessene Rekorde Berlin