13.02.2008 Ausstellungseröffnung: Doppelpässe – Wie die Deutschen die Mauer umspielten

Begrüßung: Marie-Luise Würtenberger, Ministerium des Innern, Bonn
Einführung: René Wiese, Zentrum deutsche Sportgeschichte

Führung durch die Ausstellung:
Dr. Jutta Braun/René Wiese, Zentrum deutsche Sportgeschichte

 

Dass die Begeisterung für die deutsche Fußballgeschichte im EM-Jahr 2008 deutschlandweit ungebrochen war, macht die erste Station der bundesweiten Präsentation der Fußballausstellung „Doppelpässe“ deutlich. Zu Gast war die Ausstellung in der Geschichtswerkstatt Rostock. Im Kröpeliner Tor fand die nun als Wanderausstellung mithilfe der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Bundesministeriums des Innern umgebaute Schau auf reges Interesse. Insbesondere die jüngere deutsch-deutsche Fußballgeschichte hatte es den Rostocker Besuchern angetan. Die Original-Mitschnitte aus Ost und West zum Spiel der DDR gegen die Bundesrepublik bei der WM 1974 wurden lebhaft diskutiert. „Es jubeln im Hamburger Volksparkstadion nicht nur DDR-Bürger, meine Hörer, das möchte ich festhalten.“ So der DDR-Kommentar von Werner Eberhard nachdem Jürgen Sparwasser das entscheidende 1:0 für die DDR erzielt hatte. In diesem Satz spiegelt sich das Dilemma des deutschen Fußballs in vier Jahrzehnten von 1949 – 1989: die Verflechtung des Sports mit politischen Interessenlagen des Kalten Krieges. In seiner Einführung machte Kurator René Wiese diese Besonderheit deutlich. Fußball war auch immer ein Spiegel seiner Zeit, ob in den Medien oder auf dem Fußballplatz. Das Wechselspiel zwischen Konfrontation und Annäherung prägte den deutsch-deutschen Fußball.

Veranstalter: Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Zentrum deutsche Sportgeschichte, Exhibeo e.V.
Veranstaltungsort: Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Kröpeliner Tor, 18055 Rostock