09.09.2012 Ausstellungseröffnung: Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

Begrüßung:
Dr. Dietrich Lührs, Ökumenisches Domgymnasium Magdeburg
Einführung:
Berno Bahro, Zentrum deutsche Sportgeschichte

Die „Vergessenen Rekorde“ beendeten die olympische Sommerpause und waren erstmalig an einer Schule zu Gast – Vom 10. September bis 24. Oktober 2012 zeigten sie sich im Ökumenischen Domgymnasium in Magdeburg. Nach den olympischen Hochleistungen in London zog die Wanderausstellung „Vergessene Rekorde – Jüdische AthletInnen vor und nach 1933“ weiter an ihren neunten Ausstellungsort. Mit dem Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg war erstmals eine Schule als Leihnehmer Gastgeber der Präsentation. Für Mitinitiator Berno Bahro von der Universität Potsdam realisierte sich damit ein wichtiges Ziel der „Vergessenen Rekorde“, die seit ihrer Premiere 2009 bereits rund 10.000 BesucherInnen begrüßen konnte: „Wir haben die Ausstellung damals mit Studierenden anlässlich der Leichtathletik-WM 2009 erarbeitet, weil wir diese wichtigen Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und das Publikum für die Thematik sensibilisieren wollten.“ Schulleiter Dr. Dietrich Lührs war gespannt auf die Resonanz seiner SchülerInnen und Gäste zu dieser Ausstellung, insbesondere nach der Erfahrung der Olympischen Spiele in den Sommerferien: „Gerade die Ausstellung „Vergessene Rekorde“ zeigt eine Brutalität des Dritten Reiches bei der Verfolgung und Ausgrenzung der Juden, die so heute für unsere SchülerInnen kaum vorstellbar ist. Ausstellungen wie diese gehören an Schulen, um junge Menschen mit dieser dunkelsten Seite deutscher Geschichte nicht nur im Unterricht zu konfrontieren sondern auch so, ein Bewusstsein für die unauslösliche Schuld und besondere Verantwortung des deutschen Volkes deutlich zu machen.“ Unter Leitung von Norman Schubert wurde in einer neunten Klasse bis zum 24. Oktober versucht, die Geschichte der Weimarer Republik und der NS-Zeit im Zuge eines multiperspektivischen Geschichtsunterrichts auch aus Sicht des Sports zu beleuchten. Schulleiter Lührs hoffte darüber hinaus, dass viele Besucher aus und um Magdeburg den Weg ins Domgymnasium finden, um die Ausstellung zu sehen: „Es wäre wünschenswert, wenn viele junge Menschen diese beeindruckende Präsentation besichtigen und wir damit zur Aufklärung über eine bisher kaum diskutierte Thematik beitragen können.“

Veranstalter: Ökumenisches Domgymnasium Magdeburg, Universität Potsdam, Zentrum deutsche Sportgeschichte
Veranstaltungsort: Ökumenisches Domgymnasium, Hegelstraße 5, 39104 Magdeburg

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