10.06.2012 Ausstellungseröffnung: Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

 

Begrüßung:
Wolfgang Faller, Heinrich-Böll Stiftung, Rheinland-Pfalz
Staatsministerin Doris Ahnen, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz
Vortrag:
Prof. Dr. Hans Joachim Teichler, Universität Potsdam, i.R.
Podium:
Karin Augustin, Vorsitzende des Landessportbundes Rheinland-Pfalz
Monsignore Klaus Mayer, Zeitzeuge
Ralf Fücks, Heinrich Böll Stiftung Berlin
Moderation:
Holger Kühner (SWR)

Nach weiteren Stationen beim Landessportbund Berlin (November 2011 – März 2012) und in der Jüdischen Gemeinde Dresden (17. April bis 5. Juni 2012) feierten die Vergessenen Rekorde am 10. Juni 2012 vor einer Rekordkulisse von 130 Gästen ihre Eröffnung in der Jüdischen Gemeinde Mainz.
Staatsministerin Doris Ahnen begrüßte die Ausstellungsbesucher in den Räumlichkeiten der Synagoge mit den mahnenden Worten, dass die Erinnerungsarbeit im Deutschen Sport unter anderem als aufklärerisches Moment gegen Ausschreitungen und Fremdenfeindlichkeit, z.B. im Fußball, unverzichtbar ist. Kurator Prof. Dr. Hans Joachim Teichler wies in seinem Einführungsvortrag darauf hin, dass die Erinnerungsarbeit seiner leider nicht neu besetzten Professur Zeitgeschichte des Sports dennoch langsam Früchte trägt: „Eigentlich müsste man die Ausstellung heute umbenennen. Auf Grund unserer Präsentation hat der Deutsche Leichtathletik-Verband unlängst mit der Weltmeisterschaft 2009 eine unserer Protagonistinnen in die Rekordlisten aufgenommen und seit Mai 2012 ist Gretel Bergmann sogar Mitglied der deutschen Hall of Fame“. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde sich kontrovers über die Frage: “Aus Olympia 1936 gelernt?, Aufarbeitung Gedenkarbeit und Integration im Sportwesen.” auseinandergesetzt.

Veranstalter: Jüdische Gemeinde Mainz, Heinrich Böll-Stiftung Mainz, Universität Potsdam, Zentrum deutsche Sportgeschichte
Veranstaltungsort: Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz, Martinsstr. 2, 55116 Mainz

 

Flyer Mainz