02.05.2011 Ausstellungseröffnung: Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

Begrüßung:
Dr. Karin Fehres, DOSB-Direktorin des Geschäftsbereiches Sportentwicklung
Einführung:
Dr. Jutta Braun, Zentrum deutsche Sportgeschichte

Die „Vergessene Rekorde“ präsentierten sich auf ihrer vierten Station an einem der bedeutendsten Orte der deutschen Sportlandschaft. Am 2. Mai feierte die von Sporthistorikern der Universität Potsdam erarbeitete Ausstellung im Foyer des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt am Main ihre Eröffnung. Die Direktorin des Geschäftsbereiches Sportentwicklung, Frau Dr. Karin Fehres und Dr. Jutta Braun führten in die Ausstellung ein, die mit ihrem zweimonatigen Aufenthalt in der Otto-Fleck-Schneise die Verbandsvertreter des organisierten Sports und viele Besucher in ihren Bann zog. Über eine Sonderführung freute sich auch der DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, der sich unter anderem über das Schicksal der deutsch-jüdischen Fechterin und Offenbacherin, Helene Mayer informierte.
„Dass die Vergessenen Rekorde im DOSB zu Gast sind, ist ein positives Zeichen für die Erinnerungskultur im deutschen Sport. Vor allem in einer Zeit, in der die Sportgeschichte in Deutschland einen schweren Stand hat, freut es mich sehr, in der Zentrale des DOSB an die Schicksale der jüdischen Athletinnen erinnern zu können“, so Prof. Dr. Hans Joachim Teichler, Initiator der Ausstellung, die seit November 2010 erfolgreich durch Deutschland tourte. Die letzte Station vor Frankfurt war die Deutsche Sporthochschule in Köln.
Es ist eine deutliche Wertschätzung der Arbeit der Professur Zeitgeschichte des Sports, die der DOSB mit seiner Gastgeberschaft den Potsdamer Sporthistorikern ausspricht. Generalsekretär Dr. Michael Vesper hat sich bereits in den vergangenen Monaten für den Erhalt der Professur „Zeitgeschichte des Sports“ eingesetzt. Prof. Dr. Hans Joachim Teichler plädierte dafür, dass sich der Sport weiterhin aktiv mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt.
Die Ausstellung wurde bis einschließlich des Finalwochenendes der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in der Mainmetropole gezeigt.

Veranstalter: Deutscher Olympischer SportBund, Universität Potsdam/Zeitgeschiichte des Sports, Zentrum deutsche Sportgeschichte
Veranstaltungsort: Deutscher Olympischer Sport Bund, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main

 

Veranstaltungsflyer Frankfurt/M.