01.11.2010 Ausstellungseröffnung: Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

Eröffnung: Horst Schneider, Oberbürgermeister Offenbach
Vortrag: Dr. Jutta Braun, Zentrum deutsche Sportgeschichte

Von November 2010 bis August 2011 konnte die Wanderausstellung „Vergessene Rekorde“ erweitert werden. Das gemeinsame Wanderausstellungsprojekt des Zentrums deutsche Sportgeschichte und der Professur Zeitgeschichte des Sports erhielt eine dreijährige Förderung der Bundeszentrale für Politische Bildung. Prof. Dr. Hans Joachim Teichler und sein Team erarbeiteten fünf audiovisuelle Stationen mit denen die Schicksale der Hauptakteurinnen Lilli Henoch, Gretel Bergmann und Martha Jacob noch einmal aufgewertet wurden.
Der erste Ausstellungsort nach dieser Erneuerung war vom 1. November bis 31. Dezember 2010 das Rathaus der Stadt Offenbach am Main – die Geburtstadt von Helene Mayer, eine weitere Protagonistin der VR. Sie war als Alibijüdin Teilnehmerin der Olympischen Spielen 1936 und gewann damals die Silbermedaille. Anlässlich ihres 100. Geburtstages wurde die Ausstellung im Rathaus der Stadt präsentiert.
Mit niemals ausgestellten Exponaten aus Privatbesitz ergänzte das Archiv im Haus der Stadtgeschichte und das Sportbüro der Stadt Offenbach die Premierenausstellung aus Berlin. Oberbürgermeister Horst Schneider, Stadtarchivarin Anjali Pujari und Dr. Jutta Braun (Universität Potsdam) eröffneten am 31. Oktober 2011 feierlich die Ausstellung. Als Rahmenprogramm der Deutschen Meisterschaften im Degenfechten und der Festwochen zu Helene Mayer sahen fast täglich 50 BesucherInnen die Präsentation.

Veranstalter: Stadt Offenbach/Sportbüro/Haus der Stadtgeschichte, Universität Potsdam/Zeitgeschichte des Sports, Zentrum deutsche Sportgeschichte
Veranstaltungsort: Haus der Stadtgeschichte/Museum und Archiv, Herrnstraße 61, 63065 Offenbach